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Kfz-Unfälle in Großbritannien

Seit dem Inkrafttreten der fünften Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie der EU und der Rom II-Verordnung sind alle EU-weit eingetretenen Verkehrsunfälle ab dem 11.01.2009 grundsätzlich nach dem Tatortrecht (Lex loci) abzuwickeln, d.h. das materiell anzuwendende Recht entspricht dem Recht des „Unfalllandes“ Großbritannien.
In Großbritannien ist die Rechtsprechung im Bezug auf Schadenersatzleistungen sehr uneinheitlich – bezogen auf die einzelnen Landesteile England und Wales, Schottland und Nordirland.
Nach den Regeln des Internationalen Verfahrensrechtes, können mehrere Gerichte international zuständig sein („Unfallland“, Wohnsitz des Schädigers und Deutschland). Der Anspruchsteller hat prinzipiell ein Wahlrecht, bei welchem Gericht er seinen Anspruch geltend machen will.
Nach dem britischen materiellen Recht sind die Kfz-Sachverständigenkosten / Kfz-Gutachterkosten, für ein Gutachten das im Heimatland des Geschädigten erstellt wurde, nicht erstattungspflichtig. Diese Kosten werden dennoch häufig in der Praxis übernommen
Wir empfehlen Ihnen einen eigenen Kfz-Sachverständigen / Kfz-Gutachter zu beauftragen, um einen Schaden festzustellen und die Beweise zu sichern. Wenn Sie von Anfang an einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen hinzuziehen, haben Sie bei einer unklaren Schuldfrage oder bei der Uneinigkeit bezüglich des Ersatzanspruches, gute Chancen einen Prozess zu gewinnen. Ein Kfz-Sachverständiger der Versicherungsgesellschaft arbeitet für die Versicherung, die den Schaden letztlich zu bezahlen hat und ist an bestimmte Vorgaben gebunden. Die unabhängigen und freien Kfz-Sachverständigen, bewerten Ihre Schäden interessengerecht und gewährleisten eine vollständige Schadensbewertung. Ohne einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen verzichten Autofahrer häufig auf Schadensersatzansprüche, die einen Wert von mehreren Tausend Euro annehmen können.
In Großbritannien sind, bei einem gewonnenen Prozess, nur teilweise die außergerichtlichen Kosten des Anwalts von der gegnerischen Partei zu tragen (Fälle, wo die Schäden unter Pfund 10.000 Fälle sind).
Die gerichtlichen Anwaltskosten sowie die Gerichtskosten, die seit 1999 erheblich hoch sind, trägt die Partei, die den Prozess verliert.
Wird professionelle Hilfe in Anspruch genommen, führen meistens Prozesse zu einem Vergleich zugunsten des Geschädigten.

Wenn zwei deutsche Staatsbürger in Großbritannien einen Kfz-Unfall haben, ist die Frage der Haftung nach dem britischen Straßenverkehrsrecht zu beurteilen. Das deutsche Schadensrecht gilt nur, wenn beide Unfallbeteiligten in Deutschland ihren Wohnsitz haben und die Fahrzeuge in Deutschland zugelassen und versichert sind.

Gerne beraten wir Sie bezüglich ihrer Ansprüche bei einem Kfz-Unfall unter Tel. (0231) 130 80 57 oder info@sv-algo.de . Sie können jederzeit einen Termin mit uns vereinbaren.



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